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Beim 5. Lauf der FIA-GT3-Europameisterschaft im spanischen Jarama nördlich von Madrid stand die deutsch-belgische Mannschaft von Argo-Racing erneut im Fokus des Renngeschehens. Die dritte Poleposition des Jahres brachte dem Team aber erneut kein Glück. 2 unverschuldete Kollisionen im Rennen warfen die lange führende Mannschaft aus dem Kampf um den ersten Saisonsieg.
Im Gegensatz zu den vorangegangenen beiden Meetings in Silverstone und Brünn tritt das Team an diesem Wochenende nur mit einem Auto für Fürst Albert von Thurn und Taxis und Lamborghini Werksfahrer Giorgio Sanna an. Der bisherige Stammpilot Phillip Geipel wurde daher bei einem der teilnehmenden Porsche Teams untergebracht. Das Qualifying für den ersten Lauf am Sonntag morgen beendete Fürst Albert mit dem besten denkbaren Resultat. Der 27-jährige deutsche Pilot erzielte am Samstag seine erste Poleposition in der europäischen Serie mit einer Runde von 1:33,443 auf dem 3,85km langen winkligen Berg & Tal Kurs vor den Toren von Madrid. «Wir haben zwar zu Beginn des Qualifyings nur wenig Runden fahren können, kamen damit aber vorläufig auf die dritte Position. Da ich in der eigentlich etwas langsameren Gruppe angetreten bin, habe ich mir dann den Druck auferlegt dort die Pole Position zu versuchen. Noch nie war ich zu Beginn eines Qualifying so nah dran. Ich kam auch sofort gut zurecht, habe aber den Peak der Reifen gar nicht voll erwischt. Meine schnellste Runde war die Fünfte oder Sechste» so Albert später gegenüber dem Motorsport-Magazin Speedweek. Im Rennen setzte Albert die gute Vorstellung fort. Nur kurz verlor er die Führung gegen Alpina-Pilot Mayr-Melnhof, eroberte diese aber eine Runde später nach einem kleinen Fehler des Österreichers zurück. Bis zum Boxenstopp, den das Team bis zur maximalen Distanz von 36min Renndauer hinauszögerte baute Albert die Führung unbeeindruckt von den harten Zweikämpfen hinter ihm auf 12s aus. Sein Partner, Lamborghini Werkspilot Giorgio Sanna, übernahm den Wagen mit einer komfortablen Führung fand sich aber einer Viertelstunde vor Schluss unter hartem Druck der Corvette von Keilwitz/Hohenadel wieder. Sanna nutzte rundenlang geschickt den Verkehr auf der Strecke um sich die Corvette vom Hals zu halten. 10 Minuten vor dem Ende spitzte sich der Kampf aber mit einem Kopf an Kopf-Duell zwischen dem Gallardo und der Corvette zu. Leider war der Ausgang unerfreulich. 8 Minuten vor Rennende wurde Sanna in der Farina-Haarnadelkurve von dem hinter ihm liegenden Corvette-Pioten umgedreht. Auf P2 liegend nahm der Italiener das Rennen wieder auf, nur um eine Runde später an selber Stelle erneut von Ferrari-Pilot Alessi ebenfalls umgedreht zu werden. 5 Minuten später kreuzte der Gallardo des Argo-Racing Teams die Ziellinie als 7ter. Angesichts der Tatsache das die führende Corvette später aufgrund eines Benzinpumpenproblems den Sieg noch an einen Team Rosberg-Audi verlor, hätte das heutige Rennen durchaus mit einem Sieg des Argo-Lamborghinis enden können. Die Rennkommissare untersuchen daher noch den Vorfall der zum Führungswechsel führte. Nach technischen Schwierigkeiten im Qualifying zu Lauf 2 konnte Startfahrer Giorgio Sanna den 2.Lauf lediglich aus Position 22 aufnehmen. Da man am Samstag das freie Training wegen eines fälligen Getriebetausches auslassen musste, ging Sanna mit zuwenig Streckenkenntnis auf dem für ihn neuen madrilenischen Kurs in das Qualifying und ins Rennen. Zwar konnte er sich bis zur Übergabe an Albert von Thurn und Taxis um 2 Poitionen verbessern, doch schon zum Fahrerwechsel war klar das Argo-Racing mit der Vergabe der Podiumsplätze im zweiten Lauf nichts mehr zu tun haben würde. Albert machte sich erneut wie in Lauf 1 daran mit dem Gallardo eine schnelle Runde nach der anderen auf den Asphalt zu brennen. Doch dieses Mal ruinierte ihm ein Zwischenfall seinen Stint. Auf P16 liegend berührte er einen vor ihm liegenden Aston Martin der sich darauf hin drehte. Motoraussetzer liessen in der Folge einen Defekt am leicht an der Front beschädigten Gallardo vermuten. Das Problem verschwand jedoch beim sicherheitshalber eingelegten Boxenstopp genau so schnell wieder wie es gekommen war und die Argo-Truppe konnte den Lauf fortsetzen und relativ unspektakulär im Mittelfeld beenden. Die nächsten anstehenden Rennen werden am 4.7. in Le Castellet in Süd-Frankreich abgehalten. Eine Woche später steht für Argo-Racing die nächste Runde der Belcar auf dem Kurs von Spa-Francorchamps an. |